Der Modetrend Broschen als Schmuckstücke zur Verzierung von Kleidung zu benutzen ist älter als man denkt. Bereits in der Antike wurden Schmucknadeln verwendet um die Gewänder zusammenzuhalten und zu schmücken. Und noch heute sind Broschen beliebte Accessoires um ein Outfit aufwerten oder einem schlichten Kleid etwas mehr Pepp zu verleihen.
Broschen als Abglanz von königlichem Luxus
Wenn man bedenkt dass die Brosche im 17. Jahrhundert am Hofe des Prunkkönigs Ludwig XIV. wieder populär geworden ist, verwundert es nicht, dass sie bis heute als ein Symbol für Luxus und Reichtum gilt. Klassische Broschen sind häufig handwerkliche Meisterstücke bei deren Herstellung edelste Materialien wie Gold, Silber, Perlen oder sogar Diamanten verwendet werden. Oft werden diese Broschen stilisierten Blüten nachempfunden, doch es sind auch diverse andere Formen zu finden. Gerade antike Broschen, zum Beispiel aus der Biedermeier Epoche oder dem Jugendstil, haben oft einen hohen Sammlerwert und sind bei Kennern sehr beliebt. Traditionell fiel das Herstellen von Broschen in den Bereich von Handwerkern wie dem Gold- und Silberschmied oder dem Edelsteinfasser. Auch heute noch absolvieren Schmuckdesigner in der Regel zunächst eine Ausbildung zum/zur Goldschmied/in um die technischen Fertigkeiten zu erlernen die zur Herstellung hochwertiger Schmuckstücke notwendig sind.
Mut zur Vielfalt und zum Selbermachen
Broschen gibt es heute in zahllosen Materialien, Formen und Farben. Längst schon braucht es keine echten Diamanten mehr um eine wertvoll aussehende Brosche herzustellen. Seitdem Coco Chanel 1920 erstmals Modeschmuck passend zu ihren Kollektionen entwarf boomte dieser neue Trend. Schnell entwickelte sich eine ganze Modeschmuckindustrie. Heutzutage wird fast jedes Material zur Schmuckherstellung benutzt, von Glasperlen und raffiniert geschliffenen Glaskristallen bis zu verschiedenen Metallen, Leder und Stoff. Natürlich gibt es auch nach wie vor ein großes Angebot höher- und höchstklassiger Schmuckstücke. Zahlreiche Schmuckdesigner machen sich mit einem eigenen Label selbstständig und bieten ihre Stücke in ausgewählten Geschäften, im eigenen Laden oder auf Schmuck- und Designmessen an. Doch auch wer in einer niedrigeren Preisklasse nach einer ausgefallenen Brosche sucht wird sicherlich fündig werden. Kreativen sind auch beim Selbermachen einer ganz individuellen Brosche keine Grenzen gesetzt. Schließlich ist eine Brosche im Grunde nichts anderes als eine verzierte Anstecknadel, hier gibt es also viel Raum für eigene Ideen. In vielen Fällen ist die Herstellung gar nicht kompliziert. Eine gute Idee ist es einmal im Bastelbedarf zu stöbern, dort werden unter anderem Rohlinge für Broschen angeboten die dann nach eigenem Geschmack dekoriert werden können. Beliebt, vor allem in der Frühlings- und Sommersaison, sind auch Blüten, die schnell aus Stoff, Filz oder Wolle hergestellt sind. Mit einer Anstecknadel versehen zieren solche selbst gemachten Broschen nicht nur die Oberbekleidung. Sie können auch als Schmuck für Taschen, Mützen oder Schuhe verwendet werden.
Bunte Welt der Broschen
Broschen geben wie die meisten Accessoires ihrem Träger die Möglichkeit mit einem kleinen Detail im Outfit seinen individuellen Geschmack zum Ausdruck zu bringen. Ob man seine Lieblingsbrosche beim Schmuckdesigner, auf einer Antiquitätenmesse oder an einem Flohmarktstand findet oder sie vielleicht sogar selbst herstellt ist letzten Endes egal. Für den Einen überwiegt eben der finanzielle, für den Anderen eher der ideelle Wert eines solchen Schmuckstücks. Ein Hingucker ist eine Brosche in jedem Fall.
Bild : Lvnel – Fotolia
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